Die Kanarischen Inseln – auch als die „Inseln des ewigen Frühlings“ bekannt – bieten eine landschaftliche Vielfalt, die in Europa ihresgleichen sucht.
Jede der Inseln hat ihren ganz eigenen Charakter. Ob dramatische Vulkanlandschaften, endlose weiße Sanddünen oder unberührte Lorbeerwälder.
Für Vielseitige und Entdecker: Teneriffa
Teneriffa ist die größte und abwechslungsreichste Insel. Sie vereint alpine Bergwelten im Zentrum mit subtropischer Natur im Norden und sonnigen Badestränden im Süden.
- Der Teide-Nationalpark: Das Herzstück der Insel ist der Pico del Teide – mit 3.718 Metern der höchste Berg Spaniens. Die umliegende Mondlandschaft aus erstarrter Lava ist atemberaubend und eignet sich hervorragend für Wanderungen oder eine Seilbahnfahrt.
- Das Anaga-Gebirge & Masca: Im Nordosten wandern Sie durch jahrtausendealte, nebelverhangene Lorbeerwälder. Im Westen thront das malerische Piratendorf Masca spektakulär auf einem Felskamm inmitten einer tiefen Schlucht.
- Küste & Meer: Der Norden lockt mit wilden, schwarzen Sandstränden (z.B. Playa El Bollullo) und den charmanten Gassen von Puerto de la Cruz oder La Orotava. Der Süden (z.B. Costa Adeje) bietet windgeschützte, goldene Sandstrände und ist zudem ein weltbekannter Hotspot für die Wal- und Delfinbeobachtung.
Für Strandliebhaber und Wassersportler: Fuerteventura
Wer endlose, feinsandige Strände und türkisblaues Wasser sucht, das an die Karibik erinnert, ist auf Fuerteventura genau richtig. Die Insel ist zudem ein Mekka für Surfer und Kiter.
- Dünen von Corralejo: Im Norden erstreckt sich ein riesiges, unter Naturschutz stehendes Wanderdünengebiet direkt am tiefblauen Atlantik.
- Halbinsel Jandía & Playa de Cofete: Ganz im Süden finden Sie kilometerlange, helle Sandstrände. Ein echter Geheimtipp für Abenteurer ist die wilde Playa de Cofete an der Westküste – ein kilometerlanger, unberührter Naturstrand vor einer monumentalen Bergkette (aufgrund starker Strömungen allerdings nur zum Schauen und Wandern, nicht zum Baden geeignet).
Für Ästheten, Kultur- und Naturliebhaber: Lanzarote
Lanzarote ist ein einzigartiges Gesamtkunstwerk. Die Insel wurde maßgeblich durch den Künstler und Architekten César Manrique geprägt, der dafür sorgte, dass sich die Architektur harmonisch in die bizarre Vulkanlandschaft einfügt.
- Timanfaya-Nationalpark: Hier erleben Sie die „Feuerberge“ hautnah. Die weiten Aschefelder und Vulkankegel in Rot-, Schwarz- und Ockertönen wirken wie eine Kulisse vom Mars.
- Kultur & Natur im Einklang: Besuchen Sie die von Manrique gestalteten Jameos del Agua (ein unterirdischer Vulkansee, in dem blinde Albino-Krebse leben) und den Kakteengarten (Jardín de Cactus).
- La Geria: Das einzigartige Weinanbaugebiet der Insel, in dem die Reben in kreisrunden, mit Steinmauern geschützten Mulden aus schwarzer Vulkanasche wachsen – ideal für eine Weinverkostung vor herrlicher Kulisse.
Die Klassiker für Familien und Allrounder: Gran Canaria
Gran Canaria wird oft als „Miniaturkontinent“ bezeichnet, weil sich auf engstem Raum völlig verschiedene Klimazonen und Landschaften abwechseln.
- Die Dünen von Maspalomas: Eine Mini-Sahara direkt am Meer im Süden der Insel. Besonders zum Sonnenauf- oder untergang ein spektakuläres Fotomotiv.
- Das grüne Hinterland: Im Zentrum der Insel ragen gewaltige Felsmonumente wie der Roque Nublo empor, umgeben von tiefen Schluchten und Pinienwäldern.
- Las Palmas: Die lebendige Hauptstadt im Norden bietet mit dem historischen Viertel Vegueta erstklassige Kultur und mit dem Playa de Las Canteras einen der schönsten Stadtstrände der Welt.
Für Ruhesuchende und Wanderer: La Palma & La Gomera
Abseits des Massentourismus bieten die kleineren Inseln unberührte Natur pur.
- La Palma („Isla Bonita“): Die grünste Insel der Kanaren ist ein Traum für Wanderer. Neben dichten Wäldern fasziniert hier der junge Vulkan Tajogaite sowie die gigantische Erosionskrater-Schlucht Caldera de Taburiente. Zudem gilt La Palma dank der extrem geringen Lichtverschmutzung als eines der weltweit besten Ziele für Astrofotografie und Sternengucker.
- La Gomera: Nur eine kurze Fährüberfahrt von Teneriffa entfernt. Das Herzstück ist der Nationalpark Garajonay (UNESCO-Weltnaturerbe) mit seinen mystischen, moosbewachsenen Lorbeerwäldern, die oft in dichten Nebel gehüllt sind.
Tipp für die Urlaubsplanung: Wenn Sie sich nicht entscheiden können, bietet sich das sogenannte Inselhopping an. Zwischen den Inseln verkehren mehrmals täglich sowohl schnelle Autofähren (z. B. zwischen Teneriffa und La Gomera oder Lanzarote und Fuerteventura) als auch günstige Regionalflüge der Fluggesellschaften Binter oder Canaryfly. mei
Foto: Pixabay

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